Für mich ist Pinnow einer der aufrichtigsten Musiker, die ich kenne. Was er entstehen lässt, ist etwas ganz Besonderes und Einmalige. Seine Musik hat wunderbare Ecken und Kanten, sie hat Charakter und ist - für sein junges Alter - unglaublich reif. Manchmal klingt er so lyrisch wie Bill Evans oder hat die schöne Rauheit eines Thelonious Monk, - und trotzdem ist da immer ganz klar Pinnow zu hören. Pinnow lebt Musik und entwickelt sie unermüdlich weiter. Sie berührt und inspiriert mich sehr und ich freue mich, mehr von ihm zu hören.”
Sophia Oster (Jazz Pianistin, Sängerin und Komponistin)
Im August 2018 lernte ich Moritz kennen. Sein größter Wunsch war es, nach dem Abitur ein Musikstudium mit dem Hauptfach Jazzklavier zu beginnen. Nach dem ersten Vorspiel war mir sofort klar, welches großes Talent Moritz mitbringt: seine natürliche Vertrautheit mit der Klaviertastatur, seine überschäumende Kreativität, seine rhythmische Power und sein untrügliches (absolutes) Gehör.
Besonders der Meister der Jazzphrasierung Wynton Kelly und der Meister des romantischen Jazzpianos Bill Evans hatten es ihm angetan und er fing an, in atemberaubendem Tempo ganze Stücke der beiden zu transkribieren.
Den Einfluss der Evans - Phase kann man sehr gut in der gefühlvollen Ballade „Five o`Clock Ballade“ dem Jazz-Waltz „Sun Beams“ im Stil von „Very Early“, dem hard-bopigen „Holiday in Croatia“ oder auch in dem entspannten Two-Beat Feel von „Expedition“ hören. Aber alle seine Kompositionen sind immer auch typisch Moritz mit ungeraden Formen, eigenwilligen harmonischen und melodischen Wendungen und überraschenden Formteilen (das Intro von „Expedition“). Auch die Welt des Latin-Jazz hat sich ihm eröffnet („Idol“) und sein Humor und Spaß an „schrägen“ Sounds und Rhythmen („Jux“) sind ein wichtiger Teil seiner Persönlichkeit. Moritz bleibt sich selbst immer treu und klingt unverwechselbar, das ist eine ganz große Qualität!
Ich freue mich sehr und bin stolz, Moritz ein wenig auf dem Weg begleitet zu haben.
Torsten Aldag (Jazz Pianist)
Zunächst hat es mich überrascht wie traditionell die Musik klingt. Ich muss zugeben, dass ich eine gewisse Zeit gebraucht habe um mich daran zu gewöhnen. Diese Art Jazz höre nur noch ganz selten aber ich wollte mich in diesem Fall mal darauf einlassen weil ich euch alle drei kenne und schätze und ich neugierig war.
Ab dem zweiten Stück konnte ich nach und nach immer mehr einen Zugang finden und habe es im weiteren Verlauf zusehends genossen. Ihr spielt sehr schön zusammen und ich mag die Kompositionen, es klingt ziemlich Low budget trotzdem gut ausgewogen, ein bisschen Rough und irgendwie Old School, manche Stücke fallen klanglich aus dem Rahmen als wären sie in einem anderen Raum aufgenommen, was ich aber auch sehr charmant finde. Es klingt ehrlich und dadurch auf eine skurrile Weise intim, Ich höre natürlich die Vorbilder und Einflüsse (vieeeel Bill Evans, auch Duke Ellington) gleichzeitig auch eigenes - alles ist sehr liebevoll in der Tradition des Jazz angesiedelt und hat dabei etwas berührendes.
Ausserdem finde ich natürlich es immer grossartig wenn Studierende bereits früh anfangen ihre Ideen zu realisieren und was auf die Beine stellen, die ganze Arbeit die dahinter steckt investieren (Komponieren, Bands machen, Proben, Aufnehmen, Produzieren, Veröffentlichen etc.…..). Super!!
Andres Wahl (Jazz-Gitarrist)